Der Job war erledigt und es war schon spät. Aber besser spät als nie. Ich trat durch die Tür ins Freie und schüttelte mich unwillkürlich. Ein dunstig-grauer Schleier hing über der Stadt und es regnete schon seit Stunden. Das Wetter erinnerte mich irgendwie an London. Die Briten sprechen von Katzen und Hunden, aber das traf nicht die Wirklichkeit, denn obwohl Unmengen an Wasser vom Himmel fielen, hatte es weder etwas mit Tierkindern noch mit den sprichwörtlichen Bindfäden gemein. Es war eher ein feiner Sprühregen wie aus einem Rasensprenger, aber so kalt und ungemütlich, dass ich mir am liebsten den Kragen meines Mantels in den Nacken hochgeklappt hätte, bevor ich in die Unwirtlichkeit der Straßenschluchten trat. Leider scheiterte dieses Vorhaben an der Tatsache, dass kein vernünftiger Mensch an einem Datum, das laut Kalender eigentlich zum Sommer gehören sollte, einen Mantel trägt. Ich zählte mich an diesem Tag – nach allem, was geschehen war – sicherlich nicht mehr zu den vernünftigen Menschen, aber ich trug trotzdem keinen Mantel, also blieb mir nur, den Kopf einzuziehen und nicht allzu nass zu werden.
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