Manche Menschen halten mich ja gelegentlich für ein übermäßig rationales Arschloch (und vielleicht haben sie auch recht damit), aber letzte Woche habe ich im Tellerdreher-Blog einen Eintrag von Little-Wombat vom Vorjahr entdeckt, der mir den Magen von innen nach außen gedreht hat:
Etwas über Romantik
Was macht das Leben noch aus, wenn alles so seinen Sinn und seinen Zauber verliert, dass selbst eine Beziehung zu reiner Mechanik, purer Gewohnheit verkommt.
Wo unterscheidet sich der Mensch, der lebt, dann noch von der Maschine, die nur existiert?
Ich habe vor einiger Zeit mal mit Freunden und Bekannten zusammen gesessen und dabei behauptet, dass ich schon so viel in diesem Leben gesehen und erlebt hab, dass mir Ziele und Träume ausgegangen seien – zumindest die für einen normalen Menschen erreichbaren. Was für ein Bullshit, geistiger Quark, den ich mir einzureden versucht hab, um mit den vielen unerfüllten Sehnsüchten klar zu kommen, die meinen Geist und mein Herz so bevölkern. Aber was muss einem Menschen passieren, damit er so die Lust am Leben verliert, um seinem Partner etwas so schreckliches wie in Little-Wombats Geschichte anzutun? Wie sehr muss man seinen Partner hassen?
Wie kann diese Fiktion nur so nah an der Realität einiger Menschen sein?
Manchmal halte ich mich für ein Raubtier, aber ich würde lieber selbst sterben, bevor ich einen Vogel oder ein Eichhörnchen töte.
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Now playing: Fury in the Slaughterhouse – Around my World in 80 Days
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