Eine meiner neuen Lieblingsserien ist Two and a Half Men. Ähnlich wie der “Least I Could Do”-Comic ein wenig bösartig, aber sehr lustig und voll von Lebensweisheiten, die man nur finden muss, während man den Rest nicht allzu ernst nehmen darf. Wie das wahre Leben also. Eine der herausragendsten Erkenntnisse der dritten Staffel z.B. ist wohl Episode 14, wobei der englische Originaltitel noch treffender ist: Love isn’t blind, it’s retarded.
Außerdem ist mir auch langweilig genug, dass ich mich tatsächlich bei Project Gutenberg als Korrekturleser angemeldet habe. Kurzgedichte von Robert Walser in Frakturschrift.

… die rötliche, dichterisch-phantastische
Schleppe meiner holden Herrin schlang
sich der Länge nach über die ganze Brücke,
unter welcher schwarzes, warmes, duftendes
Wasser träge floß, goldene Blätter mit sich
tragend. War es Herbst? Oder war es ein
Frühling nicht mit grünen, sondern mit goldenen
Blättern? Ich kann es nicht mehr sagen.
Unsagbar zärtlich schaute mich die Frau an:
ich war bald ihr Kind, bald ihr Mäuschen,
bald ihr Mann. Und immer war ich ihr alles.
Sie war das überragend gewaltige und große
Wesen, ich das kleine. Kahle Äste stachen hoch
oben in die Luft. So wurde ich weiter, immer
weiter weggeführt als eine Art von niedlichem
Besitz, den der Eigentümer ruhig mit sich
nimmt. Ich dachte nichts und wollte und durfte
auch von Denken nichts wissen. Alles war weich
und wie verloren. Hatte mich die Macht des
Weibes zum Knirps gemacht? Die Macht des
Weibes: wo, wann und wie regiert sie? In
der Männer Augen? Wenn wir träumen?
Mit Gedanken?
Hab ich jetzt schon zu viel Jackie-Cola getrunken, oder noch zu wenig? –
Nicht genug, wenn ich bei den obigen Worten immer noch an sie denke.