Archive for the 'Menschen' Category


Die Geheimnisse des Lebens

Posted by Daniel Stalker

Und wieder wurde eines der großen Geheimnisse dieser Welt gelüftet:
Ein Kollege erzählte mir von einer Fernsehdoku, wo sich ein Lehrer rühmte, dass seinen Schülern praxisnah das Programmieren beigebracht wird… mit Turtle-Grafik in XLOGO.

Wtf? Praxisnah? Programmieren? Kommt mal wieder klar, das ist LOGO. Da ist Visual Basic ja noch eher ernst zu nehmen. Nicht viel, aber wenigstens etwas.

Mein Kollege meinte darauf: “Naja, das ist etwa so, wie seinen Namen zu tanzen, statt ihn zu schreiben. Sozusagen die Walldorf-Art des Programmierens.”

Und da wurde mir plötzlich klar: Walldorfprogrammieren? Deshalb haben so viele Leute mit SAP ihre Probleme.

PS: Die Frauen versteht man davon aber immer noch nicht. ;)


Überall Verrückte…

Posted by Daniel Stalker
In Menschen
9Jan 10

Willkommen im neuen Jahr.

Bin gerade über folgenden
link gestolpert. Erst fragte ich mich, wie irrational Menschen eigentlich sein können, dann wurde mir klar, dass ich durchaus Personen kenne, die sich gelegentlich ähnlich verhalten. Was aber noch viel schlimmer ist: Ich dachte mir, ich hätte ihr an seiner Stelle verziehen.
Da stellt sich doch die Frage, ob ich nur viel irrationales Verhalten akzeptiere, oder suche ich aktiv nach solchen Menschen. Bin ich vielleicht selbst nicht weniger verrückt? Könnte ich selbst so handeln? Habe ich das vielleicht schon?

Vielleicht sind massive Selbstzweifel das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann.


Lachende Weisheit

Posted by Daniel Stalker
In Style over substance
29Nov 09

Eine meiner neuen Lieblingsserien ist Two and a Half Men. Ähnlich wie der “Least I Could Do”-Comic ein wenig bösartig, aber sehr lustig und voll von Lebensweisheiten, die man nur finden muss, während man den Rest nicht allzu ernst nehmen darf. Wie das wahre Leben also. Eine der herausragendsten Erkenntnisse der dritten Staffel z.B. ist wohl Episode 14, wobei der englische Originaltitel noch treffender ist: Love isn’t blind, it’s retarded.

Außerdem ist mir auch langweilig genug, dass ich mich tatsächlich bei Project Gutenberg als Korrekturleser angemeldet habe. Kurzgedichte von Robert Walser in Frakturschrift.
Maskottchen des Distributed Proofreader Projekts von Project Gutenberg

… die rötliche, dichterisch-phantastische
Schleppe meiner holden Herrin schlang
sich der Länge nach über die ganze Brücke,
unter welcher schwarzes, warmes, duftendes
Wasser träge floß, goldene Blätter mit sich
tragend. War es Herbst? Oder war es ein
Frühling nicht mit grünen, sondern mit goldenen
Blättern? Ich kann es nicht mehr sagen.
Unsagbar zärtlich schaute mich die Frau an:
ich war bald ihr Kind, bald ihr Mäuschen,
bald ihr Mann. Und immer war ich ihr alles.
Sie war das überragend gewaltige und große
Wesen, ich das kleine. Kahle Äste stachen hoch
oben in die Luft. So wurde ich weiter, immer
weiter weggeführt als eine Art von niedlichem
Besitz, den der Eigentümer ruhig mit sich
nimmt. Ich dachte nichts und wollte und durfte
auch von Denken nichts wissen. Alles war weich
und wie verloren. Hatte mich die Macht des
Weibes zum Knirps gemacht? Die Macht des
Weibes: wo, wann und wie regiert sie? In
der Männer Augen? Wenn wir träumen?
Mit Gedanken?

Hab ich jetzt schon zu viel Jackie-Cola getrunken, oder noch zu wenig? –
Nicht genug, wenn ich bei den obigen Worten immer noch an sie denke.


Immer fest drauf…

Posted by Daniel Stalker
In Menschen
23Nov 09

Manchmal glaube ich, die Welt möchte mich ärgern. Da fruste ich gerade heute kräftig über nicht rücknehmbare Fehler, die ich gemacht habe, und was haut mir eine öffentliche Videoleinwand um die Ohren?
Ein Zitat von Bertold Brecht:
“Wer A sagt muss nicht auch B sagen. Er kann auch erkennen, dass A ein Fehler war.”

Verdammt!


Niemand ist die ganze Zeit perfekt…

Posted by Daniel Stalker
In Menschen
23Nov 09

… habe ich mal in einem Lied gehört, und trotzdem ist es das, wonach wir immer wieder streben. Manche tun dies in sich selbst, andere in ihrer Umgebung. Doch sind wir, wer wir sind, was wir sind und wo wir sind.
Und immer, wenn eine Blase platzt und uns einer Illusion beraubt, brechen Brücken hinter uns ein und versperren uns Wege zurück, die wir vielleicht lieber niemals gegangen wären. Man steht dort und starrt zurück auf das Chaos des verschütteten Weges bis eine neue Blase an einem vorbei schwebt, bunt und schön anzuschauen. Und weil man gerade eh nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll, folgt man ihr.
Doch was ist, wenn man sich nicht ablenken lässt? Was passiert, wenn man sich umdreht und nach vorne schaut?
Dort geht der Weg weiter, und wenn man ganz genau hinsieht, gibt es an seinem Ende einen Ort, wo der Himmel die Erde berührt, wo es Wahrheit und Wahrhaftigkeit gibt. Ein Ort ohne Blasen, nur Realität. Ein Ort, wo aus Träumen Ziele werden. Zwischen Albtraum und Traum der Horizont, wo die Sonne aufgeht.
Denn nur, weil man nicht zurück kann, heißt es nicht, dass man vorwärts nicht auch zum Ziel kommen kann, wenn man sich nur traut, endlich loszugehen.